Gemeinde Riedenheim

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Sehenswertes

In Riedenheim

Wohnen, Arbeiten, Freizeit - in der Gemeinde Riedenheim und ihren Ortsteilen lässt es sich in allen Bereichen gut leben. Denn unsere schöne Gemeinde hat viel zu bieten. Informieren Sie sich hier über die Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde.

Ehem. Torhäuser

An den Ortsausgängen Richtung Gelchsheim und Stalldorf sind die jeweiligen Wappensteine der ehemaligen Torhäuser angebracht.

Die St. Michaelskapelle Riedenheim

Diese Kapelle aus dem 12. Jh. ist ein Beneficium der Herren von Schönstheim gewesen. Sie erinnert also an das "Castrum Schönstein" (zwei Kilometer südlich von Riedenheim). Schönstheim gehörte zur Pfarrei Riedenheim. Auch Klagesachen mussten die Schönstheimer an das Gericht Riedenheim bringen und beisteuern zum Unterhalt des Kirchners, der im Nebenberuf zugleich Lehrer war und im Winter den Kindern das lesen und schreiben beibringen musste. Der Weiler Schönstheim ist bereits seit 1467 unbewohnter Burgstall. Heute gehört die Schönstheimer Waldgemeinde mit 16 Hubvorstehern zur Gemarkung Röttingen.

Fürstengrabhügel "Fuchsenbühl"

Der stattliche Grabhügel (Höhe ca. 13 m, Durchm. 40 m) gehört von seinen Dimensionen her zur Kategorie der sog. Fürstengrabhügel der Späthallstattzeit und weiterer, ähnlich großer Hügel dieser Zeit mit überdruchschnittlich großem Bestattungsaufwand. Der Hügel, der 1978 -nach einem gewaltsamen Eingriff durch unbefugte Hand- durch das Landesamt für Denkmalpflege nachuntersucht wurde, enthielt zwei Bestattungen, die beide im Zentrum lagen. Vom älteren Grab (Hauptgrab) ließ sich noch ein 5 x 4,40 m große in Blockbautechnik gezimmerte und ringsum durch eine Steinpachung geschützte Grabkammer mit einem Steinplattenboden nachweisen, die auch nach oben hin durch eine 11 x 7,6 m große, ca. 2,2 m mächtiger Steinüberpackung gegen Grabräuber gesichert war. Bei der Ausgrabung stellte sich jedoch heraus, dass die Grabkammer trotz der aufwendigen Vorkehrungen schon in antiker Zeit -noch vor dem Einbruch der schwer belasteten Holzdecke- ausgeraubt worden war.

Das Rathaus in Riedenheim

Das prächtige Fachwerkaus aus der Barockzeit mit stattlicher Freitreppe. Es wurde 1575 erbaut und vor 10 Jahren umfassend renoviert.

Die spätkeltische Viereckschanze von Stalldorf

Die spätkeltischen Viereckschanzen des 2./1. Jhdts. v. Chr. zogen schon früh das Interesse der Fachwelt auf sich. Nach einigen Walluntersuchungen im Jahre 1903 in der Viereckschanze von Bütthardt konnte Prof. Dr. G. Hoch, Landeskonservator in Würzburg, in einer Ecke dieser Anlage Pfostenstellungen beobachten, die, wie wir heute wissen, die Überreste eines kleinen keltischen Tempels darstellen. Bei den Ausgrabungen der Stalldorfer Schanze in den Jahren 1913 und 1926 konnte G. Hock zum ersten Male einen 2,5 m breiten quadratischen Schacht freilegen. Derartige Schächte sind in neuerer Zeit als ein charakteristisches Merkmal von Viereckschanzen erkannt worden. Weiterhin fand er hier spätkeltische Keramik. Ferner konnte an der Westseite ein Gebäudegrundriß freigelegt werden, bei dem es sich wohl um einen kleinen Innentempel gehandelt hat. Diese zumeist rechteckigen Innentempel bestehen gewöhnlich aus einem Innenraum und einem weiteren umlaufenden Raum, dessen äußere Begrenzung druch Pfosten gebildet wird. Zu diesen Tempeln gehören u.a. insbesondere ein oder mehrere tiefe, bis in das Grundwasser hinabreichende Schächte, in denen sich wiederholt Überreste von hölzernen plastischen (Götter-?)-bildern fanden.

Kapelle "Zur hl. Familie" Oberhausen

Aus dem Lehenbuch von 1757 pag. 532 geht hervor, dass im Jahre 1722 ein Herr Adam Roth aus eigenen Mitteln eine Kapell in Oberhausen Pl.Nr. 8344 erbaute und "zur Gemeinde Oberhausen stiftete". Anstelle dieser alten Kapelle wurde 1903-1904 die heutige Kapelle im modernen romanischen Stil von den Ortsbürgern Oberhausen erbaut und 1908 eingeweiht. Jeweils aus eigenen Mitteln der Ortsbürger Oberhausen wurde 1956 die Kapelle erstmals umfassend renoviert. 1972 war eine gründliche Innenraumrenovierung notwendig. Dabei wurden auch neue Bänke von den Ortsbürgern Oberhausen angeschafft und ein eingebracht. 1984 musste das Dach der Kapelle renoviert werden und neu eingedeckt werden. 1998 begannen -auf Initiative von Bgm. E. Roth, nachdem er von Gemeinderat Derr auf den desolaten Zustand der Kapelle aufmerksam gemacht wurde, die ersten Arbeiten zur Festigung des einsturzgefährdeten Westgiebels der Kapelle in Eigenleistung durch die Ortsbürger Oberhausens. Damit war jedoch der Erhalt der Kapelle noch nicht gesichert. 1999 wurde ein Gutachten von Prof. Dipl.-Ing. Löhr eingeholt, das erneut bestätigte, dass weitere unaufschiebbare Renovierungsarbeiten notwendig sind um die Kapelle zu sichern und zu retten! Im Jahr 2000 konnten in Eigenregie der Oberhäuser Ortsbürger mit der Grundsicherung der Kapelle fortgesetzt werden.